{"id":14116,"date":"2023-06-27T18:08:07","date_gmt":"2023-06-27T18:08:07","guid":{"rendered":"https:\/\/editorial-zech.es\/neuerscheinung-der-wilde-mann-von-teneriffa-2023\/"},"modified":"2023-06-27T19:54:01","modified_gmt":"2023-06-27T19:54:01","slug":"neuerscheinung-der-wilde-mann-von-teneriffa-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/editorial-zech.es\/de\/neuerscheinung-der-wilde-mann-von-teneriffa-2023\/","title":{"rendered":"Neuerscheinung: Der wilde Mann von Teneriffa 2023"},"content":{"rendered":"<h2>Die wahre und wundersame Geschichte des kanarischen Haarmenschen \u2013 Buch von Roberto Zapperi<\/h2>\n<h3>Klappentext &#8222;Der wilde Mann&#8220;<\/h3>\n<p>Teneriffa, 1547: Pedro Gonzalez, der kanarische Haarmensch, wird im Alter von etwa zehn Jahren aus seiner Heimat verschleppt und dem franz\u00f6sischen K\u00f6nig Heinrich II. zum Geschenk gemacht. In Frankreich wird er ausgebildet, erh\u00e4lt eine Stellung am Hof und heiratet eine sch\u00f6ne Pariserin. Mit Catherine hat er mehrere, ebenso behaarte Kinder, die genauso wie der Vater herumgereicht und als \u00abWilde\u00bb bestaunt werden&#8230;<\/p>\n<p>Von Frankreich f\u00fchrt es die Haarmenschenfamilie nach Italien, an die H\u00f6fe der Farnese in Parma und Rom, bis der \u00e4lteste Sohn seinen Eltern und Geschwistern schlie\u00dflich in einem abgelegenen Dorf am See von Bolsena eine neue Bleibe verschafft. Hier k\u00f6nnen sie endlich jenes normale Leben f\u00fchren, das ihre Anomalie ihnen bis dahin verweigert hat.<\/p>\n<p>Roberto Zapperi, der diese Geschichte aus historischen Quellen rekonstruiert hat, zeigt die labile Grenze zwischen Mensch und Tier auf, die auf die Umwelt gleichzeitig faszinierend und abschreckend wirkte.<\/p>\n<h3>Die Autoren<\/h3>\n<p>Roberto Zapperi ist Kunsthistoriker. Er war Studiendirektor an der \u00c9cole des hautes \u00e9tudes en sciences sociales in Paris, Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin, Warburg-Professor in Hamburg und lebt heute als Privatgelehrter in Rom. Seine Frau Ingeborg Walter ist ebenfalls Kunsthistorikerin. Sie hat s\u00e4mtliche B\u00fccher von Roberto Zapperi ins Deutsche \u00fcbersetzt, so auch den Wilden Mann.<br \/>\n&#8212;<br \/>\nDie italienische Originalausgabe \u201eIl selvaggio gentiluomo. L&#8217;incredibile storia di Pedro Gonzalez e dei suoi figli\u201d erschien 2005 bei Donzelli (Rom), die deutsche \u00dcbersetzung \u201eDer wilde Mann von Teneriffa\u201c zuerst 2004 im Verlag C.H. Beck (M\u00fcnchen), die spanische \u00dcbersetzung \u201eEl salvaje gentilhombre\u201c 2006 im Zech Verlag (Teneriffa). Die neue deutsche Auflage \u201eDer wilde Mann von Teneriffa\u201c 2023 (Zech, Teneriffa) ist \u00fcberarbeitet und aktualisiert. Neue Forschungsergebnisse u.a. zum Aufenthalt der Haarmenschen-Familie in Paris sind ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Offizielle <a href=\"https:\/\/robertozapperi.weebly.com\/\">Webseite der Autoren:<\/a> https:\/\/robertozapperi.weebly.com\/<\/p>\n<h3>Das Buch<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/editorial-zech.es\/de\/buecher-katalog\/der-wilde-mann-von-teneriffa\/\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14119\" src=\"https:\/\/editorial-zech.es\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/der-wilde-mann-von-teneriffa-mini.jpg\" alt=\"Der wilde Mann, Buch von Zapperi\" width=\"200\" height=\"304\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/editorial-zech.es\/de\/buecher-katalog\/der-wilde-mann-von-teneriffa\/\">Der wilde Mann von Teneriffa<\/a><br \/>\nDie wundersame Geschichte des Pedro Gonzalez und seiner Familie<br \/>\nISBN: 978-84-942578-9-6<br \/>\nErscheinungsjahr: 2023<br \/>\nFormat: Taschenbuch mit Umschlagklappen<br \/>\nGr\u00f6\u00dfe: 135 x 205 cm<br \/>\nGewicht: 300 g<br \/>\nSeiten: 224<br \/>\nLadenpreis auf den Kanaren: 15,90\u20ac<br \/>\nLadenpreis in Deutschland: 25,90\u20ac<\/p>\n<hr \/>\n<p>Pedro Gonzalez, der kanarische Haarmensch, wurde um 1537 auf Teneriffa geboren. Er hatte Hypertrichosis, eine sehr seltene genetische Krankheit, die sich in einem \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Haarwuchs am K\u00f6rper und im ganzen Gesicht \u00e4u\u00dfert. Im Alter von etwa zehn Jahren wurde der \u2013 ansonsten kerngesunde \u2013 Junge unter ungekl\u00e4rten Umst\u00e4nden aus seiner Heimat Teneriffa verschleppt und nach Europa gebracht.<\/p>\n<p>Amerika war gerade entdeckt worden. Die K\u00f6nige und F\u00fcrstinnen in dieser Zeit waren neugierig auf wundersame Wesen aus der fernen neuen Welt, pflegten ganze Kabinette von exotischen Tieren und Vertretern fremder Ethnien, welche die Adeligen sich oftmals als \u201eWilde\u201c vorstellten, also als vermeintlich niedriger stehende, weniger zivilisierte Wesen, die dem Tier n\u00e4her seien als dem Menschen. Der kleine Gonzalez von den Kanaren fiel mit seiner unnat\u00fcrlichen Gesichtsbehaarung, die an einen Wolfsmenschen denken lie\u00df, in das Beuteschema der Amerika-Eroberer.<\/p>\n<p>Vor diesem kulturellen Hintergrund entwickelt der italienische Kunsthistoriker Roberto Zapperi seine Forschung und erz\u00e4hlt \u201eDie wundersame Geschichte des Pedro Gonzalez und seiner Familie\u201c. Konkret begonnen haben die Forschungsarbeiten in den 1980er Jahren, so Zapperi in seinem Vorwort, an der \u00c9cole des hautes \u00e9tudes en sciences sociales in Paris, als ein befreundeter Wissenschaftler ihm den historischen Nachweis \u00fcber die Ankunft des kleinen Gonzalez\u2018 in Paris im Jahr 1547 brachte: ein handgeschriebener Papierschnipsel des damaligen italienischen Gesandten Alvarotto. Mit diesem Datum war das Geburtsjahr des kanarischen Haarmenschen auf 1537 festzulegen, ein wichtiges Puzzle-St\u00fcck, das es Zapperi erlaubte, die Biographie des Pedro Gonzalez und seiner Kinder zu rekonstruieren. Zwanzig Jahre lang forschte der Autor akribisch und detektivisch in historischen Archiven, Rechnungsb\u00fcchern, Taufregistern, bis er die Geschichte vom \u201ewilden Mann\u201c erstmals 2004 ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p>Pedro Gonzalez wurde an den franz\u00f6sischen Hof des K\u00f6nigs Heinrich II gebracht, er lernte unter anderem Latein und bekleidete eine Stellung am Hof. Er heiratete und bekam mehrere Kinder, die teils ebenfalls behaart waren und an andere Personen des Hochadels weiterverschenkt wurden. Die Haarmenschen wurden vielfach portr\u00e4tiert, auch ihre Portr\u00e4ts wurden weitergereicht, kopiert, verschenkt \u2013 und bestaunt. Mehrere dieser Portr\u00e4ts sind heute noch in Ambras bei Innsbruck ausgestellt, weswegen die Hypertrichosis auch als Ambras-Syndrom bezeichnet wird.<\/p>\n<p>Nach dem Tod Heinrichs II trat die Familie eine lange Reise an, die sie nach M\u00fcnchen, Prag, Basel und schlie\u00dflich nach Parma an den Hof der Farnese f\u00fchrte. Gonzalez starb circa 80-j\u00e4hrig am Bolsener See, wo der \u00e4lteste Sohn Enrico der Familie eine neue Bleibe verschafft hatte.<\/p>\n<p>Eine lange Geschichte, doch lesen Sie selbst!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die wahre und wundersame Geschichte des kanarischen Haarmenschen \u2013 Buch von Roberto Zapperi Klappentext &#8222;Der wilde Mann&#8220; Teneriffa, 1547: Pedro Gonzalez, der kanarische Haarmensch, wird im Alter von etwa zehn Jahren aus seiner Heimat verschleppt und dem franz\u00f6sischen K\u00f6nig Heinrich II. zum Geschenk gemacht. 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